Tattoos sind Trend- wir fragen nach- im Stechwerk im Falkenhagener Feld
Ein Tattoostudio im Falkenhagener Feld? Man kann darüber streiten, ob das Stechwerk von Mike und Pierre in der Radelandstraße 38 noch zum Falkenhagener Feld gehört. Klar aber ist, dass Tattoos längst in allen Gesellschaftsschichten angekommen sind und in jeder Altersgruppe getragen werden.
Wir betreten den kleinen Laden in einer schmucken kleinen Ladenzeile am Rande des Friedhofs in den Kisseln. Im Eingangsbereich steht ein einladendes Sofa für die wartende Kundschaft. „Kommt ruhig rein“, ruft uns Pierre zu, der über eine Liege gebeugt gerade am Unterschenkel von Maria, Anfang 20, an einem aufwendigen Blumentattoo arbeitet. Unweit davon entfernt, liegt auf einer weiteren Liege Jessica, die sich ein ebenso anspruchsvolles Tattoo am Oberarm stechen lässt. Hier ist Mike am Werk. Im Hintergrund hört man das leise Surren der Tätowiermaschinen.

Sag mal, wie kam es eigentlich dazu, dass Du Tätowierer wurdest?
Mike: „Ich konnte in der Schulzeit schon recht gut zeichnen, und meine älteren Kumpels hatten schon Tattoos. Das fand ich geil, und wollte das auch machen. Dann startete ich neben meiner Tischlerlehre die ersten Gehversuche, und es wurde dann immer professioneller. „Meinen ersten Laden eröffnete ich dann 1994.“
Fex: Warum lassen sich so viele Menschen, unterschiedlichen Alters, heute ein Tattoo machen? Früher war das doch nur bestimmten Gruppen, z.B. Seeleuten, vorbehalten.
Mike: Das ist komplett individuell, warum sich jemand tätowieren lässt. Klar gibt es bei manchen Menschen immer einen Grund oder eine Bedeutung für ihr neues Tattoo. Das macht aber den wenigsten Teil der Tattoo-Sammler aus. Die meisten wollen einfach nur ein cooles Bild, um sich selbst zu individualisieren und zu verschönern.

Fex: Bestehen Unterschiede je nach Alter und Geschlecht?
Mike: Na klar, die Männer lassen sich eher selten Blumen tätowieren, und die Frauen eher selten einen Schädel. Es gibt schon Motive, die eher für Männlein oder Fräulein gewählt werden. Das Alter spielt hierbei aber keine Rolle. Mein ältester Kunde war 76 Jahre, und er wollte einen asiatischen Drachen auf seinen Oberam 😉
Maria verzieht das Gesicht. Das Tätowieren auf dem Schienbeinknochen ist schmerzhaft.
Fex: Maria, ist das dein erstes Tattoo?
Maria: Nein, auf dem Oberschenkel habe ich bereits einen Phönix, der in ein Mandala übergeht. Und auf dem Oberarm sind auch noch Tattoos.
Fex: Warum machst du dir Tattoos? Haben sie für dich eine besondere Bedeutung?
Maria: Manche Tattoos lasse ich mir stechen, weil ich sie einfach schön finde. Es gibt aber auch ein Freundschaftstattoo von meiner Freundin, dass unsere Verbindung anzeigen soll. Tattoos sind ein Trend geworden. Viele meiner Freundinnen lassen sich Tattoos machen.
Fex: Hast du nicht Angst, dass du das Tattoo irgendwann nicht mehr leiden magst, oder es nicht mehr gut aussieht, wenn Du älter bist?
Maria: Nein, das Tattoo gehört ja zu mir. Ich mache mir schon vorher Gedanken, was ich mir stechen lasse.
Mike, Zwischenruf: Das Tattoo altert mit 🙂 !
Fex: Würdest Du Dir auch ein Tattoo im Gesicht machen lassen?
Sara: Nein, das kann ich mir aus optischen Gründen nicht vorstellen.
Pierre: Gesichtstattoos machen wir grundsätzlich nicht.
Fortsetzung folgt in unserer Sommerausgabe
Das Interview führte B. Erdmann
Der Falkenhagener Express verlost einen Gutschein über 100,-€ für ein Tattoo beim Stechwerk.
Einfach eine E-Mail mit Stichwort „Mein Tattoo“ schreiben an fex.gewinnspiel@web.de
Einsendeschluss ist der 15.April 2026
Wir drücken die Daumen!
Webseite: Stechwerk
Radelandstraße 38,
13589 Berlin
Telefon: 030 / 50362269
Öffnungszeiten: Montag – Freitag: ab 09 – 16 Uhr
Terminanfragen 24/7
Whatsapp: 01742825669

